Solidarität mit Menschen in Belarus

Seit knapp vier Monaten gehen mehrere Tausend Menschen in Belarus auf die Straßen, um gegen das bestehende Regime des Präsidenten Alexander Lukaschenko zu protestieren und seinen Rücktritt zu fordern. Ihm wird die Manipulation der Präsidentschaftswahl am 9. August 2020 vorgeworfen, bei der er angeblich über 80 Prozent der Stimmen erzielte.

Das Regime bleibt unterdessen bei seiner kompromisslosen Haltung und lässt friedliche Demonstrationen brutal niederschlagen. Seit Beginn der Proteste wurden mehrere Tausende Menschen von den Sicherheitskräften festgenommen. Viele berichten von Folter und Missbrauch in Haft. Mindestens vier Menschen starben während der Demonstrationen oder nach ihrer Festnahme. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher sein.

Viele von uns fühlen sich bei dem Wort "Politik" ungemütlich und wollten sich davon fernhalten. Heute geht es aber in Belarus um die Menschenrechte, die jeden Tag brutal verletzt werden.

Wir können nicht einfach wegschauen!

Durch das Teilen untenstehender Informationen wollen wir dafür sorgen, dass die Menschenrechte in Belarus im Fokus der Öffentlichkeit bleiben.

Damit wollen wir erreichen, dass Gewalt gestoppt, politische Gefangene freigelassen und Gerichtsverfahren gegen die Täter eingeleitet werden.

Die Menschen in Belarus brauchen unsere Solidarität, um einen friedlichen Wandel zu erreichen.

Shivje Belarus!

Petition: Stoppt das neue Atomkraftwerk in Belarus (20.12.2020)

Bis zum 1.2.2021 werden noch hier die Unterschriften für die Petition gegen das belarussische Atomkraftwerk Ostrovets gesammelt, das am 7.11.2020 trotz heftiger Proteste in Betrieb genommen worden ist. Warum es so gefährlich ist, geht aus dem Brief der Belarussen der Welt an das Europäische Parlament, die Europäische Kommission, die politischen Parteien, die öffentlichen Organisationen und die Umweltinitiativen der EU hervor.

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Mikalai Chalezin: „EU-Sanktionen sehen nach einem Spott aus“ (18.12.2020)

Am 17.12.2020 hat die EU weitere Sanktionen gegen die Führung in Belarus in Kraft gesetzt. Sie richten sich gegen insgesamt 29 Personen aus Sicherheitsbehörden, Justiz und Wirtschaft sowie gegen sieben Unternehmen. Der Art-Direktor des belarussischen Freien Theaters, Geschäftsführender Direktor des Creative Politics Hub Mikalai Chalezin, war einer derjenigen, die sich aktiv für eine Sanktionsliste in der EU eingesetzt hatten. Allerdings ist er über den letzten dritten Sanktionsblock verärgert. Warum?

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Belarus: Hört den Schrei... (17.12.2020)

Pfarrer i.R. Burkhard Homeyer, der Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl" i.D. bis zur Vereinsauflösung war, hat der Frau Präses seiner evangelischen Landeskirche geschrieben. Er bittet sie um ein Zeichen der Solidarität und der Geschwisterlichkeit.

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Mahnwachen für Freilassung politischer Gefangener in Belarus (10.12.2020)

Am 10.12. ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Gemeinsam mit der Belarussischen Gemeinschaft RAZAM ("gemeinsam") und der unabhängigen deutsch-schweizerischen Nichtregierungsorganisation Libereco – Partnership for Human Rights nehmen wir dieses Datum zum Anlass, um auf das Schicksal der politischen Gefangenen in Belarus aufmerksam zu machen.  

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Geschwisterliche Gemeinschaft: Eine Vision für ein neues Belarus (4.12.2020)

Die Anführerin der Demokratiebewegung Swetlana Tichanowskaja hat einen offener Brief an Papst Franziskus gerichtet. Darin  ruft sie das Oberhaupt der katholischen Kirche dazu auf, die Menschen in Belarus in ihrem Streben nach 'besserer Politik' und 'sozialer Freundschaft' zu unterstützen.

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UN-Hochkommissarin für Menschenrechte zur Lage in Belarus (4.12.2020)

Seit der Dringlichkeitsdebatte des Menschenrechtsrates über Belarus im September ist leider keine Verbesserung der Menschenrechtssituation in diesem Land eingetreten. Im Gegenteil in den letzten Wochen hat sich die Lage weiter verschlechtert, insbesondere im Hinblick auf das Recht, sich friedlich zu versammeln.

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