Tschernobyl geht immer weiter

Von Swetlana Alexijewitsch stammt der Satz, dass die Menschen Tschernobyl bis heute nicht verstanden haben. Wie auch? Es ist nicht einfach ein "historisches" Katastrophendatum, dessen Folgen in kurzer Zeit verblassen. Tschernobyl geht immer weiter... Die Zeit heilt nicht die Wunde.

Wer das Buch "Der Tschernobyl-Weg. Von der Katastrophe zum Garten der Hoffnung" von Alexander Tamkowitsch liest, wird einen "Weg" entlang geführt, den viele Menschen miteinander gegangen sind - und auch noch gehen. Es ist ein Weg der Individuen im solidarischen Miteinander - also eine Solidaritätsbewegung. Es sind die Geschichten von Menschen, die initiativ wurden - sich zusammengeschlossen haben.

Es sind Menschen wie Gennadij Gruschewoj und Irina Gruschewaja - und viele, viele andere - deren Haltungen gegen ein repressives System Hoffnung macht: Die Hoffnung, trotz des Wahn-Sinns allenthalben unbeirrt auf dem Weg zu bleiben. Die Hoffnung, dass Selbsthilfe durch persönliches und gemeinschaftliches Engagement den Weg für ein freies und demokratisches Miteinander bereiten. Die Hoffnung, dass die Wunden von Tschernobyl nicht mehr zugedeckt werden und gerade dadurch Wege für ein besseres Leben sichtbar werden. Trotz aller Rückschläge, Widrigkeiten und Enttäuschungen zieht sich die Hoffnungsperspektive wie ein roter Faden durch das Buch. Persönlich seit 25 Jahren in der Tschernobylbewegung engagiert, kann ich das Buch "Der Tschernobyl-Weg" jeder/jedem empfehlen, die/der Antworten sucht, Tschernobyl zu verstehen...

Rudolf Düber

(war bis zum Ruhestand am 1.6.2016 Direktor des Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg e.V., ist Diakon und moderiert das "Forum" der Bundesarbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl")

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Tschernobyl besser verstehen

Wir stellen hier einige Kapitel aus dem Buch "Der Tschernobyl-Weg" nach und nach vor. Sie sollen Einblicke in die Geschichte jener Zeit, in die Handlungen und die Gedankenwelt der Teilnehmer*innen der internationalen Tschernobyl-Bewegung geben und helfen, Tschernobyl besser zu verstehen.

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Netzwerktreffen 2019

Am 16.–17. März trafen sich die Tschernobyl-Initiativen zum 4. Forum der Bundesarbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl“ in Pfarrheim Neuwied-Heimbach Weis.

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Tschernobyl geht immer weiter

Rudolf Düber über das Buch "Der Tschernobyl-Weg - Von der Katastrophe zum Garten der Hoffnung"

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Danksagung von Prof. Dr. Irina Gruschewaja

Dieses Buch wäre, wie die belarussische gemeinnützige Stiftung »Den Kindern von Tschernobyl« e.V. nicht ohne das mutige und große Engagement von vielen, vielen Menschen entstanden. Es kann kein einzelner für sich in Anspruch nehmen, allein die Ursache oder die Wirkung gewesen zu sein.

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